Susan Boyle, ein Star mal anders!
Susan Boyle, eine unscheinbare, mehr als gewöhnliche Hausfrau aus Blackburn in Schottland wurde durch ihren Auftritt in der 3. Staffel von Britain's Got Talent zu einem wahren „Star- Wunder“. Ähnlich wie schon bei Handyverkäufer Paul Pott erntete die schüchterne Susan nur Gespött als sie die Bühne betrat um die Jury mit ihrem Gesang zu überraschen. Blümchenkleid, Durchschnittfrisur, von Make Up keine Spur – das war Susan noch bei ihrem Auftritt vor einem Millionenpublikum. Aber gerade wegen ihres „Looks“ traute ihr wohl keiner zu, was sie bereits eine Woche nach ihrem Auftritt zu einem Medienphänomen machte. „I Dreamed a Dream“ aus Les Misérables, das Lied mit dem bei Juroren und Publikum alle Dämme brachen, scheint auch fast ein bisschen ihr eigenes Lebensmotto zu sein. Träumte sie doch bereits als 12 Jährige davon, einmal als Sängerin ganz groß rauszukommen. Und das ist ihr mehr als gelungen. Über 50 Millionen Mal wurde das Video ihres Auftritts bei Portalen wie Twitter oder Youtube bereits aufgerufen – beinah einmalig in der Geschichte des Internets. Und dabei scheint es bei Susan gar nicht wirklich darum zu gehen, ob sie tatsächlich so eine ausgefallene Stimme hat. Es ist eher das „Graue Maus“ Phänomen, das unsere Herzen höher schlagen lässt. Selbst der britische "Guardian" rechnete daraufhin mit all den Maskara-zugekleisterten Tussis im Show-Publikum ab und mit den arroganten Juroren, die Boyle vor ihrer Gesangseinlage verächtlich beäugten und sie verhöhnten, sie als hässlich abstempelten und deshalb überzeugt gewesen seien, Boyle sei talentfrei. Tja, aber sind wir nicht alle mittlerweile der optischen Täuschung erlegen und fallen oftmals auf mehr „Schein als sein“ herein. Vielleicht hat uns Susans Gesang deshalb auch so berührt – weil wir uns alle ein bisschen ertappt gefühlt haben.
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